Einführung

Herz.BIKE Saar II – Radeln mit schwachem Herzen: HI-Herz.BIKE Saar.
Start am 22. August 2017, Ende 2019

agattu2014Herz.BIKE Saar ist ein langfristiges Projekt der Saarländischen Herzgruppen, das bisher in zwei unterschiedlichen Teilprojekten angelegt wurde. Das zweijährige Projekt Herz.BIKE Saar-I: (2015-2016) endete am 26. Oktober 2016. Es hatte sich zum Ziel gesetzt, das elektrisch unterstützte Radfahren mit dem Pedelec Herzpatienten als ergänzende Maßnahme der Rehabilitation in der Phase III einzuführen. Es leistet damit einen Beitrag zur Akzeptanz der Elektromobilität und auch zur Volksgesundheit. Es wird unterstützt vom Verband der Saarländischen Herzgruppen sowie vom ADFC-Saar und dem Ministerium für Gesundheit, Frauen, Soziales und Familie.
Ein zweites Projekt ab 2017 (Herz.BIKE Saar-II; HI-Herz.BIKE Saar) wird sich mit der Frage der Eignung dieser Fahrräder für definierte Patienten mit einer leicht- bis mittelgradigen
Herzmuskelschwäche (HFrEF und HFmrEF) befassen. Es wird vom Ministerium für Gesundheit, Frauen, Soziales und Familie und von den Saarländischen Krankenkassen als Sponsoren unterstützt (Sponsorenliste).
Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet. Ergebnisse der Pilotstudie können hier eingesehen werden.

Die dem Projekt zugrundeliegende Überlegung ist, dass Radfahren als sinnvolle Ergänzung zum Bewegungs- und Trainingsangebot der Herzgruppen angesehen werden kann, obwohl diese Sportart bei den meisten Herzgruppen bundesweit keinen oder nur geringen (oft privaten) Eingang gefunden hat. Dies liegt einerseits an altersbedingten Problemen, wie mangelnde oder fehlende  Radfahr-Übung, Krankheiten des Bewegungsapparats, andererseits daran, dass die Belastbarkeit, die beim Herzkranken oft eingeschränkt ist, beim konventionellen Radfahren nur schlecht dosiert werden kann. Es ist saisonal (meist auf den Sommer) begrenzt.

Dies hat sich jedoch mit der Entwicklung der so genannten E-Bikes, d.h. Fahrrädern mit Elektromotor, geändert. Die Sondergruppe der Pedelecs (pedaling electric cycles) gestattet das durch einen Elektromotor unterstützte Fahren auf unterschiedlichen Unterstützungsstufen bis 25 km/h und läßt damit eine dosierte körperliche Belastung des Herzpatienten zu. Der Einsatz dieser Fahrräder gestattet es, das Radfahren auch für jene Patienten zu ermöglichen, die dies nicht mehr konnten und gerne wieder aufs Rad steigen möchten. Es ist damit eine Aktivität, die vor allem außerhalb der regulären Herzgruppentreffen ausgeübt werden kann und so eine bestehende Lücke füllt.

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